Heimtierjournal 167

In natürlichen Gewässern bildet der Untergrund einen lebendigen Biofilm aus Mikroorganismen, feinen Sedimenten und zersetztem Pflanzenmaterial. Diese mikrobiologische Schicht spielt eine entscheidende Rolle beim Abbau organischer Stoffe und damit beim Stoffkreislauf im Ökosystem. In einem Aquarium übernimmt der Bodengrund diese Funktion. Er dient als Besiedlungsfläche für Bakterien, die Ammonium und Nitrit in weniger schädliches Nitrat umwandeln. Gleichzeitig wirkt er als Depot für Nährstoffe und bietet Pflanzen einen sicheren Halt. BODENGRUND IST NICHT GLEICH BODENGRUND Der Bodengrund eines Aquariums besteht aus zwei Schichten: dem Nährboden und dem Aquarienkies, der den Nährboden bedeckt und in verschiedenen Farben und Körnungen in den Fachmärkten erhältlich ist. Die unterschiedlichen Körnungen des Kieses ermöglichen eine individuelle, auf den Fisch- und Pflanzenbesatz abgestimmte Aquarieneinrichtung. Grundsätzlich hängt die Wahl des Kieses davon ab, welche Fische im Aquarium gehalten werden und welche Pflanzen im Nährboden wachsen sollen. So leben einige Fischarten in der Natur beispielsweise in Gewässern, deren Bodengrund eher dunkel ist. Ein heller Bodengrund ist für diese Tiere daher ungeeignet, da sie sich dort nicht wohlfühlen würden. Für die Pflanzen ist es wichtig, dass sie einen Nährboden vorfinden, der ihnen Halt bietet und auf dem sie gut anwachsen können. Zugleich sollte auch eine gewisse Zirkulation möglich sein, sodass die Reinigungsbakterien, die sich in Teilen ebenfalls im Bodengrund ansiedeln, optimale Bedingungen erhalten. Ein letzter Faktor ist die Optik, denn Kies kann auch dazu dienen, die Tiere und Pflanzen optisch hervorzuheben und somit auch einen dekorativen Zweck erfüllen. NÄHRBODEN – WICHTIGE NÄHRSTOFFQUELLE FÜR PFLANZEN Für die Pflanzen eines Aquariums ist der Nährboden von elementarer Bedeutung, denn dieser bildet die Basis für ein natürliches Pflanzenwachstum. Angereichert mit Spurenelementen und lebenswichtigen Nährstoffen bietet er eine optimale Versorgung der meist farbenprächtigen Pflanzen, sorgt für gesunde Blätter und eine ideale Verwurzelung des üppigen Grüns im Bodengrund. AQUARIENKIES – FEINE FARBSPIELE Hinsichtlich der Farbgestaltung und Ausführung sind den Kreationen kaum Grenzen gesetzt und je nach Besatz und persönlichem Geschmack kann der Kies für die eigene Unterwasserwelt nahezu in allen Farben des Regenbogens bedienen. Das wunderschöne Aussehen, die CO²- Beständigkeit, die gerundeten Kanten, die Wasserneutralität sowie die unterschiedlichen Körnungen sind wesentliche Eigenschaften dieses speziellen Bodengrunds. Eine etwa fünf Zentimeter hohe Schicht des sauber gewaschenen Aquarienkieses wird über den Nährboden verteilt und je nach späterem Fischbesatz ist der Kies hell oder dunkel, fein- oder grobkörnig. 17

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