Heimtierjournal 167

46 EISKALT ERWISCHT? Pfotenpflege im Winter Glitzern draußen Schnee und Eis, genießen viele Hunde ihre Spaziergänge durch das Winterwunderland. Doch für ihre Pfoten kann die kalte Jahreszeit schnell zur Belastung werden. Streusalz, Splitt und eisige Temperaturen können den Ballen empfindlich zusetzen und nicht selten sind Risse, Reizungen oder sogar Schmerzen die Folge. Damit dein Vierbeiner auch im Winter unbeschwert toben kann, sind die richtigen Pflegemaßnahmen nun besonders wichtig. Viel Bewegung an der kalten und frischen Winterluft ist nicht nur eine Wohltat für uns Zweibeiner, auch unsere vierbeinigen Freunde profitieren von dem regelmäßigen Ausdauertraining bei winterlichen Temperaturen, denn es stärkt das gesamte Immunsystem. Voraussetzung ist natürlich die richtige Kleidung und das passende Schuhwerk. Doch wie steht es um unsere Hunde? Was benötigen sie und wie schützen wir ihre der Kälte ausgesetzten Pfoten vor Eis und Split? ERHÖHTE AUFMERKSAMKEIT Für kaum einen Hundebesitzer oder eine Hundebesitzerin lässt es sich an verschneiten Wintertagen vermeiden, über gestreute Wege und Straßen zu gehen. Für die Pfoten der Tiere eine besondere Belastung, denn das Salz reizt die Ballen und macht sie spröde und rissig. Spezielle Pfotenpflege aus dem Fachmarkt erweist sich als sehr hilfreich und schützt die Ballen vor Kälte und Streusalz. So sollten die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült und im Anschluss mit der entsprechenden Pflege eingerieben werden. Geeignet sind ebenso Vaseline oder Hirschtalg. TÜCKEN VON EIS UND SCHNEE Verklumpter Schnee und Eis zwischen den Ballen nimmt dem vierbeinigen Kumpel mitunter schnell die Freude am Laufen, denn die durchaus scharfen Kanten drücken oder können zu Verletzungen der empfindlichen Ballen führen. Rosmarinspülungen oder Umschläge aus Schafgarbe helfen bei bereits entstandenen Schnittwunden. Vorbeugend ist es ratsam, dass Hundebesitzer:innen das Fell zwischen den Ballen der Tiere mit einer abgerundeten Schere vorsichtig einkürzen. So bleibt weniger Schnee zwischen den Ballen hängen, der den Hund während des Spaziergangs beeinträchtigt. HUNDESCHUHE ALS PFOTENSCHUTZ Bestehen bereits wunde Pfoten oder eine längere Gassitour bei Eis und Schnee ist geplant, empfehlen sich für den einen oder anderen Vierbeiner spezielle Hundeschuhe. Diese sogenannten Booties schützen vor Kälte und Nässe. Voraussetzung für das Tragen der Hundeschuhe ist, dass diese weder drücken noch scheuern und passgenau an den Pfoten sitzen. SCHNEEKLUMPEN IM FELL Insbesondere langhaarige Vierbeiner können unter dem Schnee leiden. Besonders betroffen sind vor allem Beine und Pfoten der Tiere, denn hier bilden sich oft kleinere Schneebällchen, die sie mit der Zeit beim Gassigehen behindern. In diesen Bereichen ist es ratsam, die Haare zu kürzen. Sind bereits während des gemeinsamen winterlichen Ausflugs Schneeklumpen im Hundefell entstanden, empfiehlt es sich, den Spaziergang zu beenden und die gefrorenen Eisbällchen zuhause vorsichtig mit lauwarmem Wasser zu lösen.

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