49 JUNGTIERPHASE — LERNEN, WACHSEN, ENTDECKEN Die ersten Lebenswochen von Ratten und Mäusen verlaufen rasant. Im Laufe der zweiten Lebenswoche öffnen sich die Augen und schon nach etwa drei Wochen werden die Jungtiere von ihrer Mutter entwöhnt. In dieser Phase probieren die kleinen Nager viel aus und lernen Grundlegendes für das weitere Leben. Sie erkunden ihre Umgebung, testen soziale Grenzen und bauen erste Bindungen zu ihren Artgenossen auf. Mäuse sind meist nach drei bis vier Wochen geschlechtsreif und nach sechs bis acht Wochen sind sie ausgewachsen. Bei Ratten dauert es bis zur Geschlechtsreife rund zwei Monate und mit vier bis fünf Monaten erreichen sie ihre volle Größe. ERWACHSENENPHASE — AKTIV UND SELBSTBEWUSST Frühestens ab einem Alter von sechs Wochen können die Tiere in ein neues Zuhause einziehen. Gerade in den ersten Wochen profitieren sie jetzt besonders von regelmäßigen, sanften Berührungen ihrer Halter:innen. Das vermittelt Sicherheit und legt Grundlagen dafür, wie die Tiere später auf Kontakt zu Menschen reagieren. Das Erwachsenenalter ist auch eine gute Zeit, um den intelligenten Tieren Tricks beizubringen. Es ist gleichzeitig die aktivste Phase. Hier zeigen die Tiere ihre individuelle Persönlichkeit und beschäftigen sich viel mit ihren Artgenossen. SENIORENPHASE — RUHE UND FÜRSORGE Ab etwa einem Jahr bei Mäusen bzw. 18 Monaten bei Ratten zeigen sich erste Alterserscheinungen. Die Beweglichkeit nimmt langsam ab, das Fell kann dünner werden und es gibt ein größeres Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe. Viele ältere Tiere bleiben dennoch aktiv und neugierig, bloß in einem reduzierten Tempo. Ihren Alltag einfacher zu gestalten und häufigere Gesundheitskontrollen nehmen nun einen höheren Stellenwert ein. Ein tierärztlicher Besuch sollte regelmäßig erfolgen, um auch versteckte Krankheiten frühzeitig zu erkennen.
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