53 lieben, ist der Duft des Katzengamanders, eine zierliche Staudenpflanze, an der die Tiere überaus gerne schnuppern und sich durchaus intensiv reiben. Spannend und geistig anregend sind darüber hinaus für die Tiere natürliche Umweltgerüche, wie Holz, Erde, Gras oder leichte Tiergerüche. SO RIECHT ZUHAUSE Für Katzen bilden vertraute Gerüche die Basis von Stabilität. Das betrifft sowohl ihre eigenen Duftmarken als auch jene der Menschen, mit denen sie zusammenleben. Frische Wäsche riecht für uns vielleicht besonders gut – aber für Katzen verschwinden damit sämtliche vertraute Informationen. Deshalb setzen sich viele Katzen besonders gern auf getragene Kleidung oder schlafen auf dem Kopfkissen ihrer Menschen, denn für sie duftet es nach „Familie“. In einem Mehrkatzenhaushalt spielen Gerüche eine ureigene soziale Rolle. Putzen sich Katzen gegenseitig, vermischen sie ihre Duftstoffe, eine wichtige Eigenschaft hinsichtlich der Zusammengehörigkeit. AUF ABSTAND Katzen reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen und das liegt zu einem großen Teil an Gerüchen. Ein neues Möbelstück oder frisch gestrichene Wände riechen anders und können zunächst Unsicherheit auslösen. Ebenso sind scharfe, saure oder stechende Aromen nichts für feine Katzennasen. Als unangenehm empfinden die Tiere u. a. Zitrusdüfte, Essig, Kaffeesätze. Auch Bananenschalen sorgen häufig für ein tierisches Naserümpfen. Vorsicht ist geboten bei Reinigungsmitteln sowie Parfums. Was für uns durchaus frisch und angenehm duftet, ist für die empfindliche Katzennase viel zu intensiv. So kann es vorkommen, dass das Säubern einer Katzentoilette mit einem parfümierten Reiniger zu Protest bei den Vierbeinern führt und die Katze das stille Örtchen meidet. Neben harmlosen Abneigungen gibt es auch Gerüche, die tatsächlich für die Tiere gefährlich werden können. Viele ätherische Öle, darunter Teebaum-, Pfefferminz-, Eukalyptus-, Oregano-, Tannen- oder Zimtöl, enthalten Stoffe, die Katzen kaum abbauen können. Gelangen diese über die Atemwege in den Körper der Tiere, besteht die Gefahr einer Vergiftung. Ebenso zählt Zigarettenrauch zu den Gerüchen, die Katzen nicht nur als unangenehm empfinden, dieser kann darüber hinaus auch ihrer Gesundheit erheblich schaden. EINE WELT VOLLER GERÜCHE Gerüche prägen das Leben einer Katze weit stärker, als wir Menschen es uns mitunter vorstellen können. Sie sind Orientierung, Kommunikation, Wohlfühlquelle und Warnsignal zugleich. Wer die Wahrnehmung von Düften einer Katze versteht, kann ihr ein harmonisches Umfeld bieten, das Sicherheit vermittelt, Stress reduziert und viel Raum für natürlich-dufte Verhaltensweisen lässt.
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