Heimtierjournal 168

Too Good To Go rettet auch Tierfutter RETTEN STATT VERSCHWENDEN Lebensmittelverschwendung ist längst als ökologisches und ethisches Problem im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Weniger bekannt ist jedoch, dass davon auch Tierfutter für Hunde, Katzen und Co. in erheblichem Umfang betroffen ist. Unternehmen wie Too Good To Go setzen genau hier an und eröffnen neue Perspektiven für Nachhaltigkeit im Heimtierbereich. 24 Die Gründe für die Rettung von Tierfutter ähneln denen bei Lebensmitteln für uns Menschen, unterliegen darüber hinaus jedoch einigen branchenspezifischen Besonderheiten. Dabei handelt es sich u. a. um Überproduktionen, Sortimentswechsel, beschädigte Verpackungen oder Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD, bald erreicht ist. Doch in der Regel sind Trockenfutter, Nassfutterdosen oder Snacks bei sachgerechter Lagerung deutlich länger haltbar als angegeben. Generell garantiert ein Mindesthaltbarkeitsdatum, dass das herstellende Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt für Qualität, Nährstoffgehalt und Geschmack einsteht. Und so ist nach Ablauf des Datums das Produkt nicht gleich verdorben. TOO GOOD TO GO Too Good To Go ist vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern als App bekannt, über die überschüssige Lebensmittel aus Bäckereien, Supermärkten oder Restaurants zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis gerettet werden können. Zunehmend relevant ist der Einsatz ebenso im Tierfutterbereich. Inzwischen kooperiert die Plattform unter anderem mit namhaften Herstellern der Heimtierbranche. Das Prinzip bleibt dabei stets das gleiche: Überschüssige Ware wird vergünstigt abgegeben statt entsorgt. Für Tierhalterinnen und Tierhalter bedeutet es, hochwertiges Futter zu reduzierten Preisen erhalten zu können. Für Fachmärkte und herstellende Unternehmen wiederum ist es eine Möglichkeit, die Vernichtung von Ware zu vermeiden und zugleich Verantwortung zu übernehmen. ÖKOLOGISCHE WIRKUNG MIT MEHRWERT Die Produktion von Futtermitteln verursacht eine relevante Menge an CO2, denn benötigt werden landwirtschaftliche Flächen, Wasser sowie Energie. Jedes gerettete Kilogramm Futter spart daher entsprechende Ressourcen. Hinzu kommt ein wichtiger sozialer Aspekt. Vergünstigtes Futter kann Haushalte mit geringem Einkommen entlasten und Tierabgaben aus finanziellen Gründen vorbeugen. Auch Tierheime und Tierschutzorganisationen profitieren von derartigen Kooperationen. EIN UMDENKEN IST MÖGLICH Die Rettung von Tierfutter ist mehr als ein Trend. Es ist ein weiterer konsequenter Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit im Heimtierbereich. Unternehmen wie Too Good To Go machen deutlich, dass verantwortungsvolles Handeln wirtschaftlich und praktikabel zugleich sein kann. Denn wer Tierfuttermittel rettet, schützt nicht nur Ressourcen, sondern übernimmt Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Tierwohl. INTERVIEW MIT TOO GOOD TO GO Dass die Rettung von Tierfuttermitteln ein logischer und ebenso konsequenter Schritt ist, um die Verschwendung von wertvollen Ressourcen einzudämmen, darüber sprechen wir in unserem Interview mit Katharina Hauke, der Geschäftsführerin des Social Impact Unternehmens Too Good To Go Deutschland. Deutlich dabei wird, dass von der Herstellung über die Fachmärkte bis hin zu uns Konsumentinnen und Konsumenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette verantwortungsvolles Handeln gelingen kann. Heimtier-Podcast Heimtier-TV Anschauen und reinhören:

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