Heimtierjournal 168

LEISTUNGSANGEBOTE GENAU PRÜFEN Ein genauer Blick auf die Versicherungsbedingungen lohnt sich, denn grundsätzlich variiert nämlich der Leistungsumfang der Versicherungen entsprechend der Tarife. Häufig übernehmen Tierkrankenversicherungen Behandlungen bei akuten Krankheiten und Verletzungen, Diagnostiken mittels Röntgen oder Ultraschall, Laboruntersuchungen, Medikamente und eine stationäre Unterbringung in Tierkliniken. Von einer Kostenübernahme ausgeschlossen sind hingegen in der Regel u. a. Routineleistungen wie Impfungen oder Wurmkuren, Kastrationen oder Sterilisationen ohne medizinische Notwendigkeit, sowie die Behandlungen genetisch bedingter Erkrankungen, rassespezifischer Probleme oder bei bereits bestehenden Krankheiten. FÜR WEN IST EINE TIERVERSICHERUNG SINNVOLL? Eine pauschale Antwort gibt es sicherlich nicht. Allerding kann eine Tierversicherung eine planbare Alternative für jene sein, die im Ernstfall nicht vor der schwierigen Entscheidung stehen möchten, medizinisch gebotene Behandlungen aus Kostengründen ablehnen zu müssen. So können Tierversicherungen ein durchaus wertvolles Instrument zur finanziellen Absicherung sein. Entscheidend ist letztlich die individuelle Lebenssituation, wie Einkommen, Sicherheitsbedürfnis, Einstellung zu medizinischen Möglichkeiten und die Bereitschaft, auch finanzielle Verantwortung langfristig zu tragen. Wer sich informiert, Angebote vergleicht und das Kleingedruckte liest, kann von einer Tierversicherung profitieren. 43 ZENTRALE LEISTUNGSMERKMALE Jahres- oder Fallhöchstgrenzen: Einige Policen begrenzen die maximale Erstattung pro Jahr oder pro Schadensfall. Erstattungssatz: Manche Versicherungen erstatten nur bis zum einfachen oder zweifachen GOT-Satz, andere auch den dreifachen Satz, der bei Notfällen üblich ist. Selbstbeteiligung: Sie senkt die monatlichen Beiträge, erhöht aber den Eigenanteil im Krankheitsfall. Wartezeiten: In der Regel besteht in den ersten Wochen oder Monaten nach Vertragsabschluss kein Versicherungsschutz, insbesondere für Operationen. Ausschlüsse: Vorerkrankungen sind fast immer ausgeschlossen; auch rassespezifische Erkrankungen können begrenzt oder ausgeschlossen sein. Aufgepasst: Bei fast allen Tierversicherungen ist in den Vertragsdetails ein Kündigungsrecht aufgenommen, welches zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen Kündigung unterscheidet. Die ordentliche Kündigung bezeichnet die Möglichkeit für beide Parteien, zum Laufzeitende des Vertrags zu kündigen. Bei einer außerordentlichen Kündigung kann die Versicherung den Vertrag nach einem Schadensfall beenden. Der Umfang oder die Höhe des Schadensfalls spielen dabei jedoch keine Rolle.

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