Heimtierjournal 168

ins Naturparadies ist es ratsam, Kaninchen wie auch Meerschweinchen an kleine Portionen frischer Gräser und Kräuter zu gewöhnen. VIEL ABWECHSLUNG SORGT FÜR WOHLBEFINDEN Nicht nur die Größe eines Freigeheges trägt entscheidend zum Wohlbefinden der Tiere bei. Ohne notwendige Versteck- sowie Unterschlupfmöglichkeiten, Kuschelecken und sinnvolle Beschäftigungsoptionen nützt die größte Lauffläche nichts. Das gilt sowohl für das mobile Freigehege, in dem die Tiere stundenweise die Frühlingsfrische genießen können, als auch für ein fest installiertes Außengehege, das den Zwergen einen dauerhaften Aufenthalt ermöglicht. Der Fachmarkt bietet spezielle mobile Gehege aus Gitterelementen an, die je nach Gartengröße problemlos miteinander kombiniert und jederzeit versetzt werden können. Es ist ratsam, die Freigehege so aufzustellen, dass der ständige Sichtkontakt zu den Tieren gewährleistet ist. Mit Hilfe von Heringen lassen sich die Gitter sicher und unkompliziert im Boden verankern. Auch eine Abdeckung zur Sicherheit der Tiere darf nicht fehlen. Ist alles stabil aufgebaut, kann man nun mit der Einrichtung des Geheges beginnen, denn nur in einem gut strukturierten Gehege mit entsprechendem Bewegungsraum genießen Kaninchen wie auch Meerschweinchen gleichermaßen die Freiluftsaison. SCHATTENPLÄTZE Bei der Standortwahl der Freiluftunterkunft muss immer ein luftiger Schattenplatz berücksichtigt werden, um die hitzeempfindlichen Tiere vor einem Hitzschlag zu schützen. Auf dem Balkon wird durch den Einsatz von Kübelpflanzen der notwendige Schatten ermöglicht und zugleich hält mit dem Einsatz der geeigneten Schattenpflanzen der Frühling Einzug ins Gehege. KANINCHEN SIND BUDDELKÜNSTLER Bei der Gestaltung eines naturnahen Geheges im Freien gilt es stets, entsprechende Sicherungen einzuplanen. So sollte ein fest installiertes Gehege für Kaninchen an der Begrenzung in den Boden versenkt werden. Damit die kleinen Buddelkünstler ihrer Leidenschaft nach Herzenslust nachgehen können, macht eine animierende Buddellandschaft mittig im Gehege den Spaß perfekt. Mit dem Spaten leicht aufgelockerte oder ein Berg eingebrachter Erde machen zwar Dreck, bringen dafür aber auch eine Menge Vergnügen an einer erlaubten Stelle. Verwende dabei unbedingt nur ungedüngte Erde. SICHERHEIT HAT OBERSTE PRIORITÄT Wer der quirligen Truppe den Balkonauslauf ermöglicht, muss unbedingt darauf achten, dass die Tiere nicht abstürzen können. Eine Absicherung der Umrandung kann mittels Brettern oder eines im Zoofachmarkt erhältlichen Katzenschutznetzes durchgeführt werden. Im Garten können auch freilaufende Katzen oder Raubvögel zur Gefahr für Mümmel und Co. werden. Um sie vom Gehege abzuhalten, muss die Umrandung stabil und einbruchssicher gestaltet werden. Zudem empfiehlt es sich daher, das Gehege auch gegen Angriffe von oben zu sichern. Hier kann eine Ecke des Geheges fest überdacht werden und damit zugleich als zusätzlicher Wetterschutz dienen. Auch spezielle Schutznetze oder Volierendraht können gute Dienste leisten. DAS PASSENDE EQUIPMENT Ein absolutes Muss in jedem Gehege ist das Schutzhäuschen, in das sich die Tiere jederzeit zurückziehen können, ein stets gefüllter Wassernapf und natürlich Heu. Naturmaterialien, wie ein Tunnel aus Pflanzenringen oder ein ausgehöhlter Baumstamm, sind ein beliebtes wie ideales Inventar für das Wohlfühlgehege. Beide Varianten ermöglichen den Tieren, alles im Blick zu haben und sie als Versteck oder gemütliches Plätzchen zum Ausruhen zu nutzen. GESUND UND LECKER Als kleine Feinschmecker knabbern und naschen die Mümmler natürlich nur zu gerne. Neben Heu als Raufutter gehört zur gesunden Ernährung der Tiere auch ein köstliches Angebot an frischem Grünfutter. Etwa zwei Drittel der täglichen Futterration sollten daher aus Gräsern, Kräutern, Möhrengrün oder Löwenzahn bestehen, knapp ein Drittel aus Gemüse, beispielsweise Fenchelknolle, Wurzelpetersilie oder Brokkoli. Als Nascherei steht für die kleinen Leckermäuler zudem gesunde Knabberkost wie Äste, Wurzeln und Zweige von Apfel, Birne, Weide oder Birke auf dem Speiseplan. Diese sorgen darüber hinaus für einen natürlichen Zahnabrieb und ein gesundes Zahnfleisch. Um den Bedarf an Rohfasern zu decken, kann zudem die Gabe von Trockenfutter mit einem hohen Anteil an Gräsern, Kräutern und Gemüse für schmackhafte Abwechslung sorgen. 5

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