53 Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) – Ursprünglich in wärmeren Regionen beheimatet, kann die Braune Hundezecke zunehmend auch in Innenräumen überleben und ist Überträger zahlreicher Krankheiten, wie Babesiose, Hepatozoonose oder Anaplasmose. Anders als ihr Name es vermuten lässt, können sich auch Katzen und Menschen infizieren. Zecken durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien – Larve, Nymphe und adultes Tier – und benötigen in jedem Stadium eine Blutmahlzeit. Sie lauern nicht aktiv auf ihren Wirt, sondern warten auf Gräsern oder Sträuchern, bis ein Tier vorbeistreift. Über spezielle Sinnesorgane nehmen sie Körperwärme, Kohlendioxid und Bewegungen wahr und lassen sich abstreifen. Der eigentliche Stich ist für Hund und Katze meist schmerzlos, da die Zecke betäubende Substanzen in die Haut abgibt. ZECKE ENTDECKT – WAS IST ZU TUN? Trotz guter Vorsorge lässt sich ein Zeckenstich nicht immer vermeiden. Eine regelmäßige Kontrolle deines Vierbeiners ist daher unbedingt zu empfehlen. So solltest du nach jedem Spaziergang deinen Hund und ebenso deine Katze nach der Rückkehr von Streifzügen durch ihr Revier gründlich absuchen. Wird eine Zecke entdeckt, solltest du sie möglichst rasch mit einer Zeckenzange oder -karte sicher und vollständig entfernen. WIRKSAME SCHUTZMASSNAHME Die wirksamste Maßnahme gegen Zeckenbisse und dadurch übertragbare Erkrankungen ist eine konsequente Prophylaxe. Unterscheiden sie sich auch in ihrer Anwendung und Wirkungsdauer, so bieten spezielle Produkte in Form von Tabletten, Tropfpräparaten, Sprays oder Halsbändern einen effektiven Schutz gegen einen unliebsamen Zeckenbefall. Beachten solltest du allerdings, dass bei Hunden und Katzen durchaus unterschiedliche Mittel zum Einsatz kommen müssen. Spot-ons – Die im Zoofachhandel erhältlichen kleinen Ampullen bieten aufgrund ihrer Wirkstoffe einen optimal repellierenden Schutz für deinen Vierbeiner. Der Pipetteninhalt wird den Tieren in der Regel in den Nacken, bei größeren Vierbeinern bis zum oder zusätzlich auf den Rutenansatz, geträufelt. Bei den gängigsten Spot-on-Präparaten muss die Anwendung etwa alle vier Wochen wiederholt werden. Viele Spot-on-Mittel sind sogenannte Kombipräparate und wirken gleichzeitig auch gegen Flöhe und Stechmücken. Halsbänder – Antiparasitär wirkende Halsbänder sind in verschiedenen Größen, Farben und mit unterschiedlichen Wirkstoffen erhältlich. Die im Zoofachhandel angebotenen Bänder bieten – ähnlich wie Spot-ons – einen zuverlässigen, repellierenden Schutz vor Ektoparasiten. Einmal angelegt, schützen sie über mehrere Monate hinweg. WACHSAMKEIT UND VERANTWORTUNG Die krabbelnden Plagegeister sind keine bloße Unannehmlichkeit, sondern können einen ernst zu nehmenden Risikofaktor hinsichtlich der Gesundheit unserer Vierbeiner darstellen. Ein entsprechender Zeckenschutz sollte daher stets ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge unserer tierischen Hausgenossen sein. BEVORZUGTE STICHSTELLEN DER ZECKE Insbesondere leicht behaarte Regionen, wie etwa der Kopf, die Ohren, die Achseln sowie die Innenschenkel der Vierbeiner, sind beliebte Körperstellen, an denen Zecken auftreten.
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