Heimtierjournal 169

10 Heimtierhaltung in Deutschland – Weshalb wir das Leben mit tierischen Mitbewohnern schätzen Vielen von ihnen begegnen wir auf Schritt und Tritt – dem schnüffelnden Hund auf seiner morgendlichen Gassirunde, der neugierig blickenden Katze hinter dem Fenster, den zwitschernden Wellensittichen in ihren Volieren oder den schwimmenden Schönheiten in einem Aquarium. Heimtiere sind in Deutschland allgegenwärtig und ihre Bedeutung ist für viele von uns mehr als nur ihre bloße Präsenz. Dass die Heimtierhaltung in Deutschland sehr beliebt ist, belegen u. a. jährliche Statistiken der Heimtierbranche sowie repräsentative Umfragen. Demnach lebten 2024 rund 34 Millionen Heimtiere in deutschen Haushalten. So wohnt in etwa jedem zweiten Haushalt mindestens ein Heimtier. Dies ist Ausdruck eines nicht zu unterschätzenden menschlichen Bedürfnisses nach Nähe, Beziehung und Verantwortung. In einer zunehmend urbanen und digitalisierten Gesellschaft, in der soziale Kontakte sich häufig verlagern, bieten Heimtiere eine verlässliche Bindung. Sie sind emotionale Anker, soziale Partner und für viele Menschen ein selbstverständlicher Teil des eigenen Lebensentwurfs. TIERE ALS ANTWORT AUF MODERNE LEBENSREALITÄTEN Ein Blick auf die Lebensumstände vieler Menschen zeigt, dass sich diese in den vergangenen Jahren stark verändert haben. Singlehaushalte nehmen zu, familiäre Strukturen werden vielfältiger und Arbeits- und Wohnorte flexibler. In diesem Wandel übernehmen unsere Heimtiere häufig eine stabilisierende Funktion, denn sie strukturieren unseren Alltag, geben Halt und vermitteln Kontinuität. So fördert ein Hund regelmäßige Bewegung, eine Katze benötigt tägliche Rituale und selbst Fische oder Reptilien verlangen Aufmerksamkeit und Pflege. Du gehörst zu uns

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