47 der Vierbeiner die notwendige medizinische Versorgung erhält, desto größer sind seine Überlebenschancen. TIERISCHE RISIKOPATIENTEN Nach wie vor wird an den genauen Ursachen einer Magendrehung geforscht. Ob das ausgelassene Toben und viel Bewegung unmittelbar nach einer Mahlzeit ein Auslöser sein können ist nicht eindeutig geklärt. Fakt ist jedoch, dass hauptsächlich mittelgroße und große Hunde mit einem schmalen, tiefen Brustkorb, beispielsweise Boxer und Irish Setter, betroffen sind. Zudem trifft es häufig sehr verfressene Vierbeiner, die viel Futter in kürzester Zeit hinunterschlingen, wie Cocker Spaniel oder Beagle. Bei diesen Risikopatienten empfiehlt es sich daher, vorbeugend die tägliche Futterration auf zwei bis drei Portionen aufzuteilen. Auch eine gewisse Veranlagung wurde nachgewiesen, liegt beispielsweise eine längere oder schlaffere Aufhängung des Magens in der Bauchhöhle und vor allem des Leber-MagenBandes vor. Hunde, deren Elternteil bereits eine Magendrehung hatten, gelten als besonders gefährdet. UNBEDINGT VORBEUGEN Ist die Ursache einer Magendrehung auch nicht zweifelsfrei geklärt, so kannst du dennoch mit entsprechenden Maßnahmen sinnvoll vorbeugen. Ermögliche deinem Hund, sich nach jeder Mahlzeit mindestens eine Stunde auszuruhen. Biete deinem Vierbeiner vor ausgelassenen Spiel- und Tobeeinheiten nur wenig Flüssigkeit zum Trinken an. ANZEICHEN AUF EINEN BLICK • Rapide Verschlechterung des Allgemeinbefindens • Zunehmende Ausdehnung des Bauchraumes • Schocksymptomatik (akutes Kreislaufversagen) • Schwere Atmung, daher oftmals Brustlage mit ausgestreckten Beinen, um mit dem Brustkorb atmen zu können • Plötzliches Würgen, Pumpen und Speicheln im Anschluss an wildes Toben und Rollen über den Rücken unmittelbar nach dem Fressen Erforderliche Maßnahmen • Bei den ersten Anzeichen sofort einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen, der/die eine notwendige Operation durchführen kann, ansonsten gleich in eine Tierklinik fahren • Schockmaßnahmen durchführen: kein Stress, frische Luft, kalte Gliedmaßen mit einer Decke wärmen, Puls kontrollieren • Nicht unter dem Bauch tragen, denn die gestaute Magenwand oder Milz könnten reißen • Den Hund in der Körperlage belassen, die er von selbst eingenommen hat, denn diese erleichtert ihm das Atmen • Möglichst mit dem Hinterkörper abwärts geneigt transportieren
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