Heimtierjournal 167

38 TRÜGERISCHES NASS Steigende Mitteltemperaturen lassen Schneeflocken in so manchen Regionen unseres Landes seltener werden. Anstelle einer geschlossenen Schneedecke bildet der Regen nun Pfützen entlang beliebter Spazierwege und nicht selten nutzen unsere Hunde beim Gassigehen die Gelegenheit, um aus den kleinen Wasserlachen genüsslich zu trinken. Doch Vorsicht ist geboten, denn im Wasser von Pfützen können sich gefährliche Bakterien befinden. Leptospirose beim Hund Bei einem Spaziergang machen Bewegung und das neugierige Erkunden der Umwelt den tierischen Hausgenossen mitunter durstig. Eine Pfütze kommt da gerade recht und so ist es kein Wunder, dass die Tiere ihren Durst eben dort stillen wollen. Zudem besitzen Wasserlachen aufgrund ihres Geruchs eine magische Anziehungskraft, da Pfützenwasser anders riecht als chlorhaltiges Leitungswasser. Allerdings tummeln sich in diesen sowie in anderen stehenden Gewässern Bakterien und es liegen Verunreinigungen vor, die schädlich für den Vierbeiner sein können. GEFÄHRLICHES NASS Grundsätzlich sollten Halter:innen möglichst verhindern, dass der Schützling aus einer Pfütze trinkt. So besteht bei parkenden Autos stets die Gefahr, dass Rückstände von Motoröl in das Wasser gelangen. Auf Feldwegen hingegen gefährden möglicherweise angespülte Düngemittel die Gesundheit der Tiere. Ebenso können über die Ausscheidungen anderer Tiere Parasiten und Wurmeier beim Trinken aufgenommen werden. Gängige Reaktionen des Hundekörpers sind in diesen Fällen zumeist Durchfall und Erbrechen. Unbehandelt können sich die Folgen über eine lange Zeit ziehen und den Hund schwächen. INFEKTIONSGEFAHR LEPTOSPIROSE Eine Leptospirose ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch Bakterien, sogenannte Leptospiren, ausgelöst wird. Besonders für ungeimpfte Hunde sind Leptospiren gefährlich. Die Bakterien gelangen hauptsächlich über den Urin von Ratten und Mäusen in Pfützen und Gewässer. Während die warmen Temperaturen im Sommer für eine schnelle Vermehrung sorgen, können die Bakterien in der kalten Jahreszeit mitunter über Wochen in einzelnen Pfützen überleben. Typische Anzeichen, dass sich der Hund mit der Krankheit infiziert hat, sind Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen.

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