Heimtierjournal 167

39 Aber auch Nasenbluten und Kreislaufprobleme können auftreten. Die Schleimhäute verfärben sich zudem gelblich. Da es häufig nur eine geringe Symptomatik gibt, sind gelbe Schleimhäute immer ein Grund, einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufzusuchen. Über Blut- oder Urinuntersuchungen kann der Vierbeiner dann auf Leptospiren getestet werden. IMPFUNGEN — EIN WICHTIGER SCHUTZ Eine leichte Entwarnung seitens der Expert:innen gibt es allerdings, denn die Impfung gegen Leptospirose ist bei Hunden eine Pflichtimpfung, die jährlich aufgefrischt wird. Zu einer Infektion kann es dennoch kommen, allerdings werden schwere Krankheitsverläufe durch die Impfung in den meisten Fällen verhindert. Tierfreund:innen sollten daher nicht gleich in Panik verfallen, hat sich der eigene Vierbeiner einen Schluck aus der Pfütze gegönnt. Wird die Infektion früh genug bemerkt, haben die Tiere in der Regel gute Heilungsaussichten und müssen keine Langzeitfolgen befürchten. ÜBERTRAGUNG DES VIRUS AUF DEN MENSCHEN IST MÖGLICH Wichtig zu wissen ist, dass die bakterielle Infektion auch Menschen betreffen kann, da es sich bei der Leptospirose um eine Zoonose handelt, eine Krankheit, die vom Hund auf den Menschen übertragen werden kann. Bei grippeähnlichen Symptomen sollte daher der Hausarzt oder die Hausärztin aufgesucht und dieser oder diese über die Infektion des Vierbeiners informiert werden. VERMEIDUNG DES TRINKENS AUS DER PFÜTZE Da ein Hund beim Laufen und Schnüffeln durstig wird, erscheinen ihm Pfützen als willkommene Gelegenheit zum Trinken. Wichtig ist daher, das eigene Tier stets gut zu beobachten und mit einem Kommando wie „Nein“ vom Trinken aus der Pfütze abzuhalten. Ratsam ist es, eine Alternative für den Vierbeiner auf den gemeinsamen Spaziergängen mitzuführen. Als sicher und praktisch erweisen sich spezielle Hundetrinkflaschen für unterwegs, die das Tier mit frischem Wasser versorgen. Ist eine solche gerade nicht zur Hand, bieten fließende Gewässer eine Trinkalternative mit geringerem Risiko, da hier eine Konzentration an Schadstoffen meist niedriger ausfällt. Hat der Vierbeiner doch einmal ein paar Schlucke Pfützenwasser aufgenommen, so gilt es, das Tier genau zu beobachten. Treten zeitnah typische Symptome wie Durchfall oder Fieber auf, ist ein sofortiger Besuch beim Tierarzt oder bei der Tierärztin erforderlich. Mit der Information, dass Pfützenwasser möglicherweise die Ursache ist, können Veterinärmediziner:innen schnell die nötigen Tests durchführen und die entsprechende Behandlung einleiten.

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