Der Clown im Federkleid Kakadu Das eindeutige Erkennungszeichen eines jeden Kakadus ist seine bewegliche Federhaube. Der klangvolle Name der überaus beliebten Papageienart stammt aus dem Malaischen und bedeutet wenig schmeichelhaft, aber durchaus zutreffend „Kneifzange“. Und damit ist nichts Geringeres als der kräftige Hakenschnabel des Kakadus gemeint. Kakadus gibt es in etlichen Arten unterschiedlicher Größe, beispielsweise den Gelbhaubenkakadu, den farbenfrohen Rosakakadu, den Inka- sowie den Goffinkakadu. Charakteristisch für alle ist, neben dem klobigen Schnabel und den jeweils zwei Vorder- und Hinterzehen, die je nach Gemütszustand aufrichtbare Federhaube. Männchen und Weibchen sehen sich in der Regel ähnlich, sie sind meist nur durch die Farbe der Iris zu unterscheiden. Auch wenn Kakadus nicht so farbenprächtig sind wie die meisten anderen Papageienarten, so sind sie überaus beeindruckende Vögel: intelligent und gelehrig, manche verspielt, aber auch hochsensibel, manchmal nervös und launisch. NICHTS FÜR ANFÄNGER:INNEN Die Haltung der geselligen, aber auch hochsensiblen Tiere ist wohl zu überlegen und grundsätzlich nur etwas für erfahrene Vogelfreund:innen. Für Anfänger:innen sind die pflegeintensiven Kakadus nicht geeignet. Zu bedenken ist zudem die Lebenserwartung der Tiere. Sie können ein Alter von 80 bis 100 Jahren erreichen, sodass sie durchaus ihre Pfleger:innen überleben. Die agilen Tiere können dank ihres Spieltriebs so allerlei Kunststücke vorführen und nicht selten hängen sie kopfüber an ihren Sitzästen und -stangen. Bewegung ist für sie alles und entsprechend benötigen Kakadus grundsätzlich eine sehr geräumige Voliere. Eine paarweise Haltung ist unbedingt zu empfehlen. Sie fordern ständig ein hohes Maß an Zuwendung und ihre Bezugsperson nehmen sie hartnäckig in Beschlag. Fühlen sie sich vernachlässigt, entwickeln sie sich nicht selten zu Schreihälsen und Federrupfern. Manche neigen zu schweren Verhaltensauffälligkeiten und können ziemlich aggressiv werden. Eine Paar- oder Gruppenhaltung entspricht einer artgerechten Haltung und kann diesem Verhalten maßgeblich vorbeugen. Die Haltung der Kakadus gehört nicht ohne Grund in ausschließlich erfahrene Hände. Sie artgerecht zu pflegen, ist keine Sache für nebenbei und erfordert nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch das umfangreiche Wissen über die Bedürfnisse der Pfleglinge in menschlicher Obhut. KRAFT IN STIMME UND SCHNABEL Alles andere als leise ist die Stimme der fliegenden Schönheiten, die durchaus bis zu 100 Dezibel erreichen kann. Kreischen, Pfeifen, Krächzen: Im Stimmrepertoire der Tiere ist so ziemlich alles 26
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