vertreten, was laut ist. Und so manch ein Kakadu ist in der Lage, die menschliche Stimme zu imitieren oder auch den Klingeltons von Haustür oder Telefon. Die Schnabelkraft der Kakadus ist enorm und mühelos können sie nicht nur harte Nüsse knacken, sondern auch Einrichtungsgegenstände, beispielsweise Sitzstangen, ohne Probleme zernagen. Der sichtbare Teil ihres Krummschnabels besteht aus Horn und ist mit einer Wachshaut versehen. Ähnlich wie die Nägel der Menschen, wächst dieser ständig von innen nach. Geschickt setzen die Tiere ihre Schnäbel als zusätzliche Greifhand beim Klettern ein. ARTGERECHTE UNTERKUNFT Optimal ist die Haltung der Kakadus in einer großen Außenvoliere, die je nach Anzahl und Größe der Tiere bis zu 15 Quadratmeter aufweisen sollte. An warmen Tagen lassen sie sich gern durch eine Handdusche mit lauwarmem Wasser verwöhnen. Für die Winterzeit benötigen sie einen beheizbaren Schutzraum. Da Kakadus einen ausgeprägten Nagetrieb entwickeln, müssen sie stets geeignetes Hartholz in ihrem Gehege vorfinden, das sie nach Lust und Laune bearbeiten können. Um das Knabberbedürfnis zu stillen, gehören frische, ungespritzte Weiden- und Obstbaumzweige sowie kleinere Äste zur Grundausstattung. Für viel Begeisterung und Beschäftigung sorgen auch spezielles Holzspielzeug für Papageien oder Sisaltaue, an denen sie nach Herzenslust herumturnen und schaukeln können. ANATOMIE UND SINNE DER KAKADUS SCHNABEL – Kakadus besitzen einen stark nach unten gebogenen Oberschnabel, der mit der Schädelkapsel verbunden ist. Der aus Horn bestehende Schnabel ist für die Tiere das wichtigste Werkzeug, mit dem sie Nahrung aufschließen, Bruthöhlen bearbeiten, das Gefieder säubern und kommunizieren. Der Schnabel wächst ständig nach, daher muss er durch adäquates Nagen in Form gehalten werden. HAUBE – Bei fast jedem Reiz stellen Kakadus ihre Haubenfedern auf. Sie verraten, wie sich die Tiere fühlen. Als Indikator zeigt das Aufrichten der Haube an, ob sich das Tier fürchtet, freut oder konzentriert arbeitet. FUSS – Ihr Fuß weist insgesamt vier Zehen auf, davon sind zwei Zehen nach vorne und zwei Zehen nach hinten gerichtet. Diese Aufteilung eines gesunden Kakadufußes ermöglicht den Tieren, kleine Gegenstände mit ihren Füßen zu halten und zu bearbeiten. AUGE – Das Auge des Kakadus ist in der Lage zwischen 150 und 200 Bilder pro Sekunde zu erfassen. Zum Vergleich: Beim menschlichen Auge sind es ca. 25 Bilder pro Sekunde. Das Auflösungsvermögen der Tiere ist enorm wichtig, da ihre Flüge in freier Natur eine schnelle Bildverarbeitung erfordern. Die seitlich am Kopf platzierten Augen ermöglichen den Tieren einen perfekten Rundumblick. Zusätzlich zum normalen Farbspektrum können Kakadus ultraviolettes Licht erkennen. GEFIEDER – Das Gefieder der Tiere erfüllt verschiedene Funktionen. Während das feine Untergefieder wärmt, schützen die sogenannten Puderdunen das Gefieder vor Nässe. Zudem sorgt der Staub der Puderdunen für Pflege und Schutz der Haut. Die langen Flugfedern am Schwanz ermöglichen das sichere Steuern während des Fluges mit schnellen Richtungswechseln. Die Flugfedern an den Flügeln bewirken einen blitzschnellen Flug. 27
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