Heimtierjournal 168

46 TRICKREICHE KNIRPSE Biotopfische – Einheimische Fischarten im Gartenteich Gerade für kleinere Teiche oder Naturteiche sind sogenannte Biotopfische eine interessante Alternative zu Goldfischen und Koi. Sie ernähren sich hauptsächlich von Algen und Wasserinsekten und sorgen für ein ausgewogenes biologisches Gleichgewicht im Teich. Als Biotopfische werden einheimische Fischarten bezeichnet, die sich für die Haltung im Gartenteich eignen. Von den über 100 in Deutschland vorkommenden Fischarten fühlen sich insbesondere kleinere Arten von einer Größe bis maximal zehn Zentimeter, die in eher ruhigen Gewässern mit wenig Strömung leben, in heimischen Teichen wohl. Zu ihnen zählen beispielsweise das Moderlieschen, der Bitterling, der Gründling und der Dreistachlige Stichling. Dabei zeigen die Kleinen oft verblüffende Überlebensstrategien, die sich gut im Gartenteich beobachten lassen. MODERLIESCHEN, BITTERLING, STICHLING UND GRÜNDLING Insbesondere das eher unscheinbare Moderlieschen eignet sich hervorragend für naturnahe Teiche. Die friedlichen Gruppenfische schwimmen gerne an der Wasseroberfläche und zwischen Wasserpflanzen. Ihr Name stammt von „Mutterloseken“ ab, was so viel bedeutet wie Mutterlose. Zu diesem Namen kamen die Tiere, da sie anscheinend plötzlich in Teichen auftauchen. Die Erklärung hierfür sind die sehr klebrigen Eier der Moderlieschen, die am Gefieder von Wasservögeln haften bleiben und so von diesen in neue Gewässer eingetragen werden können. Die hochrückigen Bitterlinge zeichnen sich durch eine besonders clevere Fortpflanzungsstrategie aus. Hierzu nutzen die kleinen Fische Teich- oder Malermuscheln als Kinderstube. Während der Fortpflanzungszeit von Mai bis Juni wächst dem Weibchen eine mehrere Zentimeter lange Legeröhre, mit deren Hilfe es

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