Heimtierjournal 167

40 Kokzidiose bei Kaninchen EINE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR Kaninchen gehören zu den beliebtesten Heimtieren in Deutschland. Ihre sensible Verdauung macht sie jedoch anfällig für eine Reihe von Erkrankungen, darunter der Befall mit Kokzidien. Die Infektion zählt zu den häufigsten parasitären Erkrankungen bei unseren Heim- und Zuchtkaninchen. Die Kokzidiose zählt zu den häufigsten Parasitenkrankheiten bei Kaninchen und stellt insbesondere für Jungtiere sowie ältere oder geschwächte Hoppler eine ernsthafte Gefahr dar. Verursacht wird die Erkrankung durch einzellige Parasiten der Gattung Eimeria, die sich im Verdauungstrakt der Tiere ansiedeln. Bei Kaninchen existieren mehr als zehn verschiedene EimeriaArten, die jeweils unterschiedliche Bereiche des Darms oder der Leber befallen können. LEBER- UND DARMKOKZIDIOSE Grundsätzlich wird zwischen zwei Krankheitsformen der Kokzidiose unterschieden: der Leber- sowie der Darmkokzidiose. Die Leberkokzidiose tritt häufiger bei erwachsenen und älteren Tieren auf. Bei dieser Form vermehren sich die Parasiten in den Gallengängen, was zu Entzündungen, Schwellungen und Abszessen in der Leber führen kann. Betroffene Tiere zeigen häufig Symptome wie Abmagerung, ein struppiges Fell, Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche. Die Darmkokzidiose betrifft vor allem Jungtiere. Sie verursacht eine Entzündung der Darmschleimhaut und beeinträchtigt dadurch die Nahrungsaufnahme erheblich. Typische Symptome sind breiigwässriger Durchfall, Gewichtsverlust sowie ein verminderter Appetit. ANSTECKUNG UND URSACHEN Die Übertragung einer Kokzidiose hat unterschiedliche Ursachen. Stress, unausgewogene Ernährung, ein feuchter Gehegeunter-

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