Heimtierjournal 169

Kampffische Der Siamesische Kampffisch (Betta splendens), umgangssprachlich häufig als Kampffisch bezeichnet, ist im Vergleich zu manch anderen Arten recht einfach zu halten und besticht durch seine großartigen Farben. Allerdings unterscheidet er sich in einigen Punkten wesentlich von anderen Aquarienfischen. Ihren Namen verdanken die faszinierenden Aquarienbewohner ihrem ausgeprägten Territorialverhalten. Was sich für uns zunächst nicht spektakulär anhört, ist für Fische äußerst ungewöhnlich. Da Kampffische zu den Labyrinthfischen gehören, können sie nicht nur über die Kiemen atmen, sondern auch mithilfe ihres sogenannten Labyrinthorgans. Dieses ermöglicht die Aufnahme von atmosphärischem Sauerstoff, indem der Kampffisch zur Wasseroberfläche schwimmt und dort nach Luft schnappt. Auch in der Brutpflege unterscheiden sich Kampffische von vielen anderen Arten. So legen die Tiere ihren Laich nicht auf dem Gewässerboden ab, sondern in einem Schaumnest an der Wasseroberfläche, welches das Männchen mithilfe von Luftblasen baut. Darin bewacht es die Eier, bis die Jungfische schlüpfen. Kampffische betreiben also zumindest bis dahin eine aktive Brutpflege. KAMPFFISCHE MÖGEN ES VERKRAUTET Für alle Aquarienfische gilt: Das Mindestvolumen des Beckens beträgt 54 Liter. Das entspricht einer Größe von 60 mal 30 mal 30 Zentimetern. Kleinere Aquarien sind gemäß den Mindestanforderungen vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nicht für eine dauerhafte, tiergerechte Haltung von Fischen geeignet. Für Kampffische braucht es zudem einen Springschutz in Form einer Abdeckscheibe oder einer Aquarienabdeckung, da sie recht springfreudig sein können. Außerdem erzeugt die Abdeckung eine Schicht temperierter Luft über der Wasseroberfläche, die für alle Labyrinthfische notwendig ist. Kampffische sind territorial veranlagt. Ein männlicher Kampffisch wird über den Tag immer wieder das ganze Aquarium abschwimmen, um die Grenzen seines Reviers zu sichern und potenzielle Eindringlinge zu vertreiben. Bezüglich der Wasserwerte stellen Kampffische keine besonderen Ansprüche. Nach Möglichkeit ist ein eher weiches Wasser anzuraten. Der empfohlene Temperaturbereich liegt zwischen 24 und 28 Grad Celsius. In ihrem natürlichen Habitat in Thailand kommen Kampffische in flachen Süßwassergewässern sowie kleinen, natürlich entstandenen Teichen und Tümpeln vor. Diese 52 FARBENFROHE EINZELGÄNGER

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